Weniger Punkte !?

Bei Rot über die Ampel, im Nebel ohne Licht gefahren, die Vorfahrt missachtet und es kracht oder innerorts mit 80 Sachen statt der erlaubten 50: all das wurde bisher mit drei Punkten geahndet. Das soll sich bald ändern, wie die Medien berichten.

Demnach möchte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer das Verkehrszentralregister radikal vereinfachen. Dann gibt es für alle Vergehen pauschal nur noch einen Punkt, die bisher mit einem bis drei Punkten bestraft wurden. Für schwerere Vergehen erhält man zwei Punkte. Gleichzeitig sollen für Ordnungswidrigkeiten keine Punkte mehr eingetragen werden, die für die Verkehrssicherheit belanglos sind. Dazu zählen etwa Verstöße gegen Umweltzonen.

 

Führerschein bei acht Punkten weg

 

Verkehrsrowdies sollten sich aber nicht zu früh freuen, der Führerschein ist dann nämlich schon mit 8 Punkten weg, bisher waren es 18. Und wer betrunken fährt oder eine sonstige Straftat als Fahrzeugführer begeht, setzt seine Fahrerlaubnis auch künftig aufs Spiel und soll noch stärker als bisher zur Kasse gebeten werden.

 

Unklare Fragen

 

Ungeklärt ist noch die Frage, was mit den 47 Millionen Altpunkten in der Flensburger Verkehrssünderdatei passieren soll. Das möchte Ramsauer Ende Februar bekannt geben. Es steht auch noch nicht fest, wann die neuen Regeln in Kraft treten. Weitere Informationen über Bußgelder und Punkte gibt es unter www.polizei.bayern.de oder www.kba.de. Wer seinen eigenen Punktestand abfragen möchte, kann dies kostenlos online ebenfalls unter www.kba.de tun.

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